Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen!
Mehr Sicherheit für Frauen.

Am Sonntag, den 8. März, findet der 109. Weltfrauentag statt. Vor diesem Hintergrund hat Frauenministerin Susanne Raab auf die Chancen und Herausforderungen in der Frauenpolitik hingewiesen.

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Frauen- & Integrationsministerin Susanne Raab (Foto: BKA/Andy Wenzel)

Der heutige Weltfrauentag ist aber auch von einer Serie von Gewalt an Frauen in Österreich überschattet. In diesem Jahr wurden bereits sechs Frauen ermordet – es vergeht kaum eine Woche ohne schreckliche Gewalttat gegen Frauen. Für die Bundesregierung gilt ganz klar: Bei jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen – physisch, psychisch, real oder virtuell gibt es null Toleranz. Sebastian Kurz ist hier besonders wichtig, gegen jede Form von Gewalt gegen Frauen konsequent vorzugehen.

Bei jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen – physisch, psychisch, real oder virtuell – gilt für uns null Toleranz und wir werden alles tun, um dagegen anzukämpfen.

– Bundesministerin Susanne Raab

Um hier anzusetzen, wird das Frauenbudget auf 12 Millionen Euro erhöht – das ist die erste Erhöhung seit dem Jahr 2010. Zusätzlich dazu wird der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) 2 Millionen Euro speziell für Projekte im Kampf gegen kulturell bedingte Gewalt an Frauen investieren. Insgesamt stehen dadurch zusätzliche 4 Millionen Euro für den Gewalt- und Opferschutz von Frauen zur Verfügung. Diese Offensive im Gewaltschutz besteht aus drei Schwerpunkten.

1. Faktische Sicherheit für Frauen erhöhen.

In der Unterstützung von Frauen, die Opfer von Gewalt sind, muss viel früher angesetzt werden. Bereits bei den ersten Anzeichen von Gewalt, müssen diese Frauen wissen, wo sie Hilfe bekommen, denn jede Frau braucht einen Zufluchtsort. All diese Frauen brauchen von Beginn an einen Ansprechpartner – hier sind Expertinnen und Experten in Beratungsstellen und weiteren Einrichtungen jene Anlaufstelle, an die sich Frauen wenden können. Diese Stellen sollen gestärkt werden.

2. Enge Zusammenarbeit mit der Polizei.

Gleichzeitig braucht es Maßnahmen an der Schnittstelle Sicherheit und eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei. Oft handelt es sich bei Gewalt an Frauen um Sexualdelikte. Gerade in diesem sensiblen Bereich brauchen Frauen Polizistinnen als Ansprechpartner ¬– das schafft Vertrauen und Sicherheit.

3. Maßnahmen gegen kulturell bedingte Gewalt.

Ein besonderer Schwerpunkt muss auf den Kampf gegen kulturell bedingte Gewalt gelegt werden, denn wir verorten einen Anstieg an kulturell bedingter Gewalt an Frauen, wie Zwangsehen von Mädchen oder weiblicher Genitalverstümmelung. Hier gilt es, ganz klar dagegen vorzugehen und jegliche Form kulturell bedingter Gewalt in Österreich zu bekämpfen.

Hier kannst du das Pressestatement nach dem Ministerrat nachsehen.