Österreich unterstützt Griechenland mit Soforthilfe.
Das ist in Moria passiert.

Moria ist ein Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos. Seit etwa zwanzig Jahren kommen Menschen dort hin, um weiterzureisen und in Europa einen Asylantrag zu stellen. Im Februar diesen Jahres waren in Moria fast 20.000 Flüchtlinge. Die Kapazität war für 2.800 Menschen ausgelegt. Auf mehrere Einrichtungen zur Flüchtlingshilfe wurden immer mehr Brandanschläge verübt und viele Zelte sind in Flammen aufgegangen. Letzte Woche ist wieder ein Großbrand ausgebrochen und tausende Menschen wurden auf einen Schlag obdachlos.

So hilft Österreich.

Die Bundesregierung hat ein Soforthilfepaket geschnürt, um die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Das Innenministerium schickt zwei Frachtflugzeuge mit 400 vollausgestatteten Unterkünften auf die Insel Lesbos. Diese sind mit Heizungen, Betten, Decken und Hygienepaketen ausgestattet. Zusätzlich dazu werden ein Arzt und zehn Sanitäter sowie Hygienepakete zur Verfügung gestellt.

Aber nicht nur Griechenland braucht Unterstützung. Flüchtlingslager gibt es auf der ganzen Welt – im Irak, in Armenien, am Balkan, in Syrien, im Somaliland, in Venezuela und in vielen weiteren Ländern. Die Menschen, die dort leben, müssen unter furchtbaren Bedingungen und oft ohne jegliche Hoffnung ausharren. Diesen Menschen muss geholfen werden: Österreich hat in diesem Jahr 3.700 Kinder aufgenommen, die mit einem positiven Asylbescheid hier bei uns Sicherheit gefunden haben. Österreich und Europa können aber nicht alle Menschen aufnehmen, deshalb hilft die Bundesregierung vor allem auch nachhaltig – nämlich vor Ort. Österreich tut alles, damit eine menschenwürdige Versorgung und Unterbringung sichergestellt werden kann, deshalb wird der Auslandskatastrophenfonds jetzt von 25 auf 50 Millionen Euro verdoppelt. Die unmittelbare Hilfe in Moria ist ein erster wichtiger Schritt. Langfristig braucht es auf europäischer Ebene einen ganzheitlichen Ansatz mit finanzieller Unterstützung für die betroffenen Länder und einen effektiven Schutz der Außengrenzen, damit sich nicht wie im Jahr 2015 wieder Flüchtlinge illegal auf den Weg machen, Schlepper verdienen und Menschen im Mittelmeer ihr Leben verlieren. Dieses System lehnt die Bundesregierung ab –vor allem aus moralischen Gründen.