Sebastian Kurz in Belarus.
Österreich als Brückenbauer zwischen Ost und West.

Österreichs traditionelle Rolle als Brückenbauer ist auch ein zentraler Bestandteil der Europapolitik von Sebastian Kurz und der Bundesregierung. Gerade als neutrales Land und als Schnittstelle zwischen Ost und West wird Österreich in Belarus sehr geschätzt. Gleichzeitig ist Österreich zweitgrößter internationaler Investor im Land und mit über 120 österreichischen Unternehmen vor Ort vertreten.

Sebastian Kurz war am 28. und 29. März in Belarus und konnte dabei wichtige bilaterale Themen mit Präsident Alexander Lukaschenko besprechen. Am Programm stand aber auch die Einweihung des Holocaust-Mahnmals in Maly Trostinec.

Es ist mir sehr wichtig, das Mahnmal für die rund 10.000 im Jahr 1942 in Maly Trostinec ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden persönlich zu eröffnen.

Eröffnung des Holocaust-Mahnmals

Maly Trostinec ist neben Auschwitz der Ort mit den meisten österreichischen Opfern der Shoah, eine Tatsache, die zu lange in Vergessenheit geraten war und durch die unermüdliche Arbeit des österreichischen Vereins IM-MER erst wieder ins Bewusstsein der österreichischen Öffentlichkeit gelangte. Daher war es Sebastian Kurz auch ein persönliches Anliegen bereits im ersten Ministerrat nach Antritt der Bundesregierung die Errichtung eines würdigen Mahnmals zu beschließen. beschlossen. Bei der Eröffnung betonte er einmal mehr die Verantwortung Österreichs für die Shoah und das Bekenntnis jeder Form von Antisemitismus entgegenzutreten.

SK Mahnmal sk

Arbeitsgespräch mit Präsident Lukaschenko

Das Gespräch mit dem belarussischen Präsidenten Lukaschenko war freundschaftlich und von der großen Wertschätzung der Belarussen für Österreich geprägt. Österreich ist der zweitgrößte Investor in Belarus, insgesamt wurden bereits 2 Milliarden Euro in Belarus investiert, über 120 österreichische Firmen haben dort Niederlassungen, allen voran A1 und Raiffeisen. Neben wirtschaftlichen Themen war auch die geopolitische Lage des Landes ein Thema. Bundeskanzler Kurz betonte, dass man Belarus nicht in eine Entscheidung zwischen Russland und Europa drängen solle, sondern vielmehr ein „Sowohl-Als-Auch“ anbieten müsse, die Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen der östlichen Partnerschaft der EU sei daher von großer Bedeutung. Sebastian Kurz sprach bei dem Gespräch auch die Defizite bei der Meinungsfreiheit und andere menschenrechtliche Themen an.

Die Einbindung von Belarus in die östliche Partnerschaft der EU ist wichtig, um notwendige Reformen voranzutreiben.

Gleichzeitig spielt Belarus im Ukraine-Konflikt eine positive Rolle, da sich die Trilaterale Kontaktgruppe – die Ukraine, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Russland - regelmäßig in Minsk trifft. Der Dialog ist hier von großer Bedeutung, um die Minsker Abkommen vollständig umzusetzen.

Empfang sk

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